Oksana Tschussowitinas Erfolg rettet den Tag

Tschussowitina
rettet den Tag

 STUTTGART. Oksana Tschussowi-
 tina hat ihren Frieden mit Stuttgart
 gemacht und mit ihrem Sieg am
 Sprung beim DTB-Pokal die deut-
 schen Farben hoch gehalten.
 Musste die 32-Jährige bei der WM
 noch den Teenagern den Vortritt las-
 sen, huschte beim Sprungfinale des
 Turn-Weltcups ein siegessicheres
 Lächeln über ihr Gesicht.
   "Sie hat ihre Wunde von der WM
 heilen können", sagte Chef-Traine-
 rin Ulla Koch. Der Weltcup-Sieg sei
 Balsam für die Seele der Kölnerin.
 Tschussowitina selbst wollte dem
 Erfolg nicht viel Bedeutung beimes-
 sen: "Natürlich freue ich mich, aber
 es waren zwei leichte Sprünge." Am
 Sonntag bestätigte sie im "Winners
 Final" ihren Triumph gegen die Bra-
 silianerin Jade Barbosa sogar noch
 deutlicher. In dieser schwäbischen
 Eigenkreation treten die Gewinner
 noch mal gegen die Zweitplatzier-
 ten an.
   Tschussowitinas Sieg konnte
 nicht darüber hinweg täuschen,
 dass die WM-Euphorie abgeflaut
 ist. Bei den Männern sorgte nur
 Marcel Nguyen (Unterhaching) für
 Zufriedenheit bei Trainer Andreas
 Hirsch. Der 20-Jährige schrammte
 als Vierter im Barren-Finale nur um
 einen Zehntelpunkt am Podest vor-
 bei. Bei den Frauen freute sich Ulla
 Koch über den vierten Platz der Tü-
 bingerin Kim Bui. Bei der WM noch
 Ersatz-Turnerin, unterstrich die
 18-Jährige als Vierte mit einer guten
 Bodenübung ihren Anspruch auf ei-
 nen Platz im Olympia-Team.  eb
(Auszug: Südwestpresse Tageszeitung - Ausgabe vom 29. Oktober 2007)