Johanna Gabor verlässt die TSG Söflingen

Johanna Gabor verlässt die TSG Söflingen
Endgültiger Abschied

Einvernehmliche Entscheidung - Start in Bratislava
 
 Es wird einer ihrer letzten
 Auftritte für die TSG Söflin-
 gen: Johanna Gabor startet
 beim Gymnastik-Turnier in
 Bratislava. Im Mai wird sie
 nach Schmiden wechseln.
Johanna Gabor ist die Vorzeige- Gymnastin der TSG Söflingen. Von Olympiasiegerin Alexandra Timo- schenko entdeckt und von Tatjana Postrigan ausgebildet. Um ganz an die Spitze zu kommen, musste sie weg aus dem kleinen Leistungszen- trum in Söflingen, hin zum Bundes- stützpunkt in Schmiden. Galina Kry- lenko hat die 16-Jährige nun zu den Erwachsenen geführt. Am Wochenende startet Johanna Gabor beim internationalen Tur- nier in Bratislava. Betreut wird sie
 
 dort von der Gymnastik-Teamche-
 fin des Deutschen Turner Bundes,
 Birgit Guhr. Die 51-Jährige Leipzige-
 rin glaubt, dass ihre Athletin die
 Krankheit, die sie in den vergange-
 nen Wochen arg zurückwarf, über-
 wunden hat. "Ich hoffe, dass Jo-
 hanna an die davor gezeigten Leis-
 tungen anknüpfen kann. Hoffent-
 lich geht sie frei in den Wettkampf."
   Es wird einer der letzten Auftritte
 Johanna Gabors für die TSG Söflin-
 gen sein. Man trennt sich nicht im
 Streit, sondern aus praktischen
 Gründen: Die 16-Jährige wohnt in
 Schmiden im Internat, kommt nur
 noch an den Wochenenden nach
 Ulm. Zwar schaut sie ab und zu
 noch bei den früheren Kolleginnen
 rein, aber die meisten, mit denen
 sie groß gworden ist, haben inzwi-
 
 schen aufgehört, und Tatjana Postri-
 gan ist ja ebenfalls nicht mehr da.
   Für die TSG Söflingen hat der
 Wechsel auch einen finanziellen
 Aspekt. Dann so lange die 16-Jäh-
 rige offiziell für den Verein startet,
 muss der sich an den Kosten beteili-
 gen. Deshalb hat sich Geschäftsfüh-
 rerin Marlis Wursthorn nicht ge-
 wehrt, als von Schmidener Seite der
 Wunsch nach einem Vereinswech-
 sel geäußert wurde: "Warum auch?
 Johanna trainiert schließlich dort."
   Klare Verhältnisse also. Nur der
 Zeitpunkt des Wechsels wurde - auf
 Rat der TSG - bis nach den deut-
 schen Meisterschaften (21./22. Mai
 in Schmiden) aufgeschoben: Sonst
 wäre Johanna Gabor für einige Wo-
 chen gesperrt worden.
   
(Auszug: Südwestpresse Tageszeitung - Ausgabe vom April 2006)